Im Vorstand des Saarländischen Ju-Jutsu-Verbandes fand wohl kaum ein Vorschlag so schnell Zustimmung, wie der, dem lange bewährten Vorstandsmitglied Martin Bronder den siebten Dan zu verleihen. Aufgrund Martins hohen Bekanntheitsgrades in ganz Deutschland verlief die Prüfung des Antrages auch beim DJJV reibungslos – und so konnte dem amtierenden Prüfungsreferenten des SJJV am 22.06.18 im Rahmen seines Trainings in Furpach der siebte Dan verliehen werden.
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Bei der hohen Anzahl an hochgraduierten Ju-Jutsukas aus anderen Vereinen auf der Matte an jenem Tag mag sich Martin schon gedacht haben, dass hier etwas faul war. Die Freude war ihm trotzdem anzusehen, als SJJV Präsident Gerhard Metzler und SJJV Vizepräsident Ingo Lay, gefolgt von einer Schar von Freunden, Trainern und Vorstandsmitgliedern die Halle betraten und ihm seinen neuen rot-weißen Gürtel überreichten. Auch der Vorsitzende der Ju-Jutsu Abteilung Furpach war anwesend, um Martin zu dieser Ehre zu gratulieren.

Natürlich stand auch Martins Frau auf der Matte, die ihn, seitdem sie sich bei einem Selbstverteidigungskurs kennenlernten, kurz nachdem er in Neunkirchen 1985 erste Erfahrungen im Ju-Jutsu sammelte, stets tatkräftig unterstützt hat. Ohne seine Frau, sagt Martin, wäre er im Ju-Jutsu nie so weit gekommen. 1990 legte er seine Prüfung zum ersten Dan ab und begann vier Jahre später, sich als Lehrreferent auf Landesebene zu engagieren. Somit war er auch an den Diskussionen und Änderungen des Prüfungsprogramms in diesen Jahren beteiligt, welche er auf Grund seiner Offenheit für andere Stilrichtungen sehr begrüßte. Es ist diese Offenheit und Flexibilität unser Kampfsportart, welche Martin von Anfang an begeisterte und Ju-Jutsu im Vergleich zu Judo und Karate so auszeichnet.
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Durch einen beruflichen Wechsel  in den Justizvollzugsdienst  befasste Martin sich besonders mit dem Thema Eigensicherung für Behörden und erarbeitete dort ein Konzept für die Ausbildung von Vollzugsbeamten in der Eigensicherung.  2003 wechselte er zum SV Furpach, wo er mit seinem langjährigen Trainingspartner und heutigem SJJV Landestrainer Armin Wagner eine neue Sparte aufbaute und dort seine sportliche Heimat fand.

2008 eröffnete er dann zusammen mit seiner Frau eine neue Sparte Ju-Jutsu beim SV Heiligenwald, nachdem sie gemeinsam mehrere Selbstverteidigungskurse geleitet hatten. In diesen Jahren wirkte er auch bei der Entwicklung der Änderungen im Prüfungsprogramm für 2010 mit. Im gleichen Jahr wurde ihm aufgrund seines herausragenden Engagements der sechste Dan verliehen. Fünf Jahre später folgte der Wechsel vom SJJV Lehrreferent zum Prüfungsreferent.

Die Verleihung des siebten Dans freut Martin vor allem, weil sie ihm zeigt, dass seine Sichtweise auf unseren Sport und die Vermittlung von Techniken, Spaß und Freude an seine  Schüler gewürdigt werden.  Ihm gefällt außerdem der etwas lockerere Umgang mit Traditionen und Formen, der jedem die Möglichkeit lässt, eigene prinzipiengerechte Techniken für sich zu finden und diese zu lehren.

Für die Zukunft des Ju-Jutsus wünscht er sich, dass wir uns den Herausforderungen unserer Stilart widmen, ohne uns in einem wilden „Sammeln von Stilarten“ zum Zweck der Mitgliedermaximierung verlieren. Vielmehr sollten wir uns seiner Meinung nach darauf konzentrieren, unser bereits weit gefächertes und wandelbares System weiter zu verbessern. Wir gratulieren Martin zur Ehrung und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!
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