Die Landesprüfungen fanden im zweiten Halbjahr am 08. und 09. Dezember statt. Auf Wunsch eines Teilnehmers wurden die Termine der Prüfungen getauscht, sodass samstags die angehenden Danträger an der Reihe waren. Da dies bereits frühzeitig mit den anderen Prüflingen abgeklärt worden war, stellte die Terminänderung jedoch kein Problem dar. Die Vorbereitungstrainings zeigten bereits, dass sich vorwiegend männliche Teilnehmer der Prüfung stellen würden. Die zwei weiblichen Teilnehmer scheuten jedoch die Herausforderung mit überwiegend größeren und schwereren Partnern zu trainieren nicht - und wurden belohnt. Die Prüfung mit sieben Prüflingen zum ersten Dan verlief reibungslos. Um 1 Uhr konnte Prüfungsreferent Martin Bronder bereits verkünden, dass alle bestanden hatten.

Das Lehrgangswochenende im November 2018 war der realitätsnahen und selbstverteidigungsorientierten Ju-Jutsu-Anwendung gewidmet. Jiu-Referent Michael Paul begeisterte eine volle Matte mit dem Thema ‚Effektive Techniken für die Selbstverteidigung‘. Besonderer Wert wurde Techniken gelegt, die kurz und schnell abrufbar sind, da in einer realistischen Selbstverteidigungssituation kaum Zeit für „Zaubertechniken“ bleibt. Dabei betonte der Referent, dass man nicht der Illusion erliegen dürfte, der Angreifer sei völlig außer Gefecht, nur weil der Verteidiger sich zur Wehr setzt. Neben einigen Techniken im Stand wurde auch eine Situation mit Rückenlage des Angreifers trainiert, bei der sich einige Teilnehmer austoben konnten.

Am vergangenen Samstag bot sich für alle Kursleiter von Frauenselbstverteidigungskursen und Interessenten der Materie die Gelegenheit, gemeinsam mit der Frauenreferentin des SJJV Caroline Nicola neue Impulse für die eigenen Kurse zu erhalten. Im ersten Teil des Lehrgangs legte Caroline den Fokus auf die theoretische Basis zum Thema Kommunikation und Stress und bewies mit ihrer Fachkompetenz und Anekdoten aus dem polizeilichen Dienst, dass der kommunikationstheoretische Hintergrund auch in der Praxis äußert relevant ist. Besonders der richtige Umgang mit 'schwierigen Fällen' in den eigenen Kursen stand im Mittelpunkt.

Am 18. und 19. August fand das Auftaktwochenende der Lehrgänge des SJJV im zweiten Halbjahr 2018 an der Hermann-Neuberger-Sportschule statt. Prüfungsreferent und Träger des 7. Dans Martin Bronder machte am Samstag mit dem Thema Ju-Jutsu-Kombinationen den Anfang und legte dabei den Fokus auf die zahlreichen Möglichkeiten der Abwehr von Fußtritten. Je nach Ausweichrichtung und Drehwinkel boten sich verschiedene Folgetechniken an: Neben klassischen Ju-Jutsu-Techniken wie dem Schleuderwurf, kamen auch Exkurse in Taekwondo und Eskrima zum Einsatz, deren Bewegungen für Ju-Jutsukas teils ungewohnt sind und die Teilnehmer in der ohnehin schon warmen Halle noch weiter ins Schwitzen brachten. Zum Abschluss mussten die Gehirnzellen noch einmal aktiviert werden, denn die trainierten Kombinationen sollten nun ohne erneute Demonstration eigenständig aus dem Gedächtnis abgerufen werden.

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